Erreichte Ergebnisse

Mit dem neuen, integrativen Ansatz wurden KMU bei der effizienten Erzeugung und Nutzung von Energie unterstützt. Zudem wurde geprüft, wo überbetriebliche Synergieeffekte lagen und durch welche Beratungsleistungen sich die integrierten Energiekonzepte  umsetzen ließen.

Erreichte Ergebnisse:

Die Berliner Energieagentur GmbH (BEA) hat im Rahmen von goEco den BGM unter energetischen Gesichtspunkten eingehend analysiert und 11 Machbarkeitsstudien durchgeführt. Untersucht wurde unter anderem die Heiz-und Klimatechnik, die Beleuchtung, Erneuerbare Energieerzeugung, Gebäudedämmung, Kleinwindkraft, Solare Kältetechnik und der Einsatz von Fotovoltaik zur Stromproduktion. Daneben führte die BEA auch bei sieben ansässigen Unternehmen Energieaudits durch, um weitere Energieeffizienzpotenziale zu ermitteln.

Auf Grundlage der Ergebnisse der energetischen Analyse wurde die Beleuchtung der Parkplätze des BGM auf effiziente LED-Technik umgerüstet. Die verbleibende Beleuchtungstechnik soll bis 2020 sukzessive auf LED-Technik umgestellt werden. Die BEA unterstützte den BGM mit Beleuchtungstests und bei der Erstellung der Vergabeunterlagen. Des Weiteren entwickelte die BEA für den BGM ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001, um das Thema Energieeffizienz im Betriebsablauf nachhaltig zu verankern.

Begleitend zu den genannten Maßnahmen wurden von der BEA Schulungen und Workshops zum Thema gemeinsame und nachhaltige Beschaffung sowie Energiedienstleistungen durchgeführt.

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Ein besonderer Aspekt des goEco Projekts war der kooperative Ansatz in Gewerbegebieten, also die Zusammenarbeit verschiedener ansässiger Unternehmen beispielsweise bei der Beschaffung von energieeffizienten Geräten und Anlagen, um das Integrierte Energiekonzept umzusetzen. Das Projektkonsortium entwickelte dazu das Organisationskonzept Einkaufgemeinschaft und nachhaltige Beschaffung und die Projektpartner organisierten Workshops in den jeweiligen nationalen Gewerbegebieten um über Vorteile und Herausforderungen des kooperativen Ansatzes zu informieren.

Die Ergebnisse von goEco zeigen, dass der kooperative Aktivitäten ansässiger Unternehmen in einem Gewerbegebiet schwer anzustoßen sind. Alle Projektpartner machten unabhängig vom jeweiligen Land, den wirtschaftlichen Umständen und des Gewerbegebietstyps die gleiche Erfahrung, dass Unternehmen nur schwer auf Zusammenarbeit außerhalb ihres Kerngeschäfts einlassen. Dieser Umstand lässt sich besonders auf drei Aspekte zurückführen:

  • freie Kapazitäten: bei vielen der ansässigen Unternehmen in den betrachteten Gewerbegebieten handelt es sich um kleine Unternehmen, einige waren mittelständisch und wenige waren Teil von Großunternehmen oder Konzernen. Besonders die kleinen und mittelständischen Unternehmen verfügen nicht über finanzielle und personelle Kapazitäten um sich mit Themen wie erneuerbare Energien und Energieeffizienz auseinanderzusetzen, die nicht Teil ihres Kerngeschäfts sind.
  • Wettbewerb: Viele Unternehmen stehen untereinander im direkten Wettbewerb oder kennen sich nicht, da sie in völlig unterschiedlichen Branchen tätig sind. Von daher ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit begrenzt. Wettbewerb und generelles Misstrauen gegenüber einer Zusammenarbeit mit unbekannten Partnern waren die zentralen Gründe weshalb Entscheidungsträger eine tiefgreifende Kooperation ablehnten.
  • Relevanz: Für die meisten Unternehmen der Gewerbegebiete – mit Ausnahme von IPOS in Schweden – betragen die energierelevanten Kosten nicht mehr als 2-5% der gesamten Kostenstruktur. Auf der einen Seite werden Energiekosten vom Management nicht als Priorität betrachtet und zum anderen erwarten Entscheidungsträger Aktivitäten mit einem hohen Return-on-Invest (Null- oder Geringinvestitionen).

Aus diesen Gründen wurden die guten Ergebnisse des goEco Projekts durch eine intensive Zusammenarbeit mit dem zentralen Management der Gewerbegebiete oder wo nicht vorhanden mit einzelnen Unternehmen.